Die Steuer
Steuer ist etwas, was keiner gerne zahlt und trotzdem notwendig ist, damit ein Staatswesen funktionieren kann. Aus den Steuern bestreitet ein Staat alle seinen Ausgaben, angefangen vom Verteidigungsetat über den Erhalt und den Ausbau des Verkehrswesens bis hin zu der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Ohne Steuer kann er seine Aufgaben gegenüber seinen Bürgern nicht erfüllen. Steuern sind Abgaben, die keinen Anspruch auf eine Gegenleistung begründen. Es gibt sie bereits seit dem frühen Altertum. Sie wurden als Tribut, Zölle oder dem Zehnt erhoben. Waren sie früher eher eine Naturalabgabe, so sind sie heute eine reine Geldleistung.
Sie unterliegen in der heutigen Zeit bestimmten Anforderungen. Eine davon ist die Steuergerechtigkeit, was bedeutet, eine Besteuerung adäquat der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Besteuerten vorzunehmen. Nicht umsonst ist dies ein immerwährendes Thema in politischen Debatten.
Unter dem Gleichmäßigkeitsgrundsatz versteht man, die Auferlegung all denen, die den gleichen Tatbestand erfüllen. Eine Mehrwertsteuer nur für Besserverdienende wäre damit keine wirkliche Steuer, da sie auf die Besteuerung des jeweils erschaffenen Mehrwertes ausgerichtet ist und damit die Verbraucher allgemein betrifft. Sie darf weder willkürlich angewendet noch rückwirkend auferlegt werden. Zu einem weiteren Grundsatz gehört, dass die Besteuerung ergiebig sein muss, was sich auf das Aufwand- Nutzen- Verhältnis bezieht.
Sie soll möglichst einfach sein und die entsprechenden Gesetze nicht zu kompliziert und transparent. In Deutschland prüft der Bund der Steuerzahler die Wirtschaftlichkeit der Verwendung der Steuergelder und setzt sich für ein einfaches Steuersystem ein, ohne selbst als Steuerberatung tätig sein zu dürfen. Missbrauch und Verschwendung veröffentlicht er jährlich in seinem so genannten „Schwarzbuch“.
